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SOLIDWORKS Update: 8 neue KI-Funktionen mit AURA & LEO

in 3DEXPERIENCE, CAD-Software, Cloud, Digitalisierung, Konstruktion, Manufacturing, Software, SOLIDWORKS
Veröffentlicht: 4. August 2026/Lesezeit: 14 Minute(n)

Das SOLIDWORKS Update R2026x FD03 ist seit dem 11. Juli 2026 verfügbar. Mit dem 3DEXPERIENCE Update sind die Virtual Companions AURA, LEO und MARIE auf der 3DEXPERIENCE Plattform SaaS global verfügbar. Damit hält industrielle KI noch stärker Einzug in die täglichen Arbeitsabläufe von Engineering- und Produktentwicklungsteams.

Im letzten Tech Tipp haben wir gezeigt, wie Sie die Virtual Companions einrichten. Jetzt geht es um die Praxis: Welche neuen Fähigkeiten bringen AURA und LEO mit? Und wie unterstützen sie bei der Wissensarbeit, der Zusammenarbeit und bei konkreten Aufgaben in SOLIDWORKS?

Tech Tip: SOLIDWORKS KI: So richten Sie die virtuellen Assistenten ein ➝

In acht kurzen Videos stellen wir Ihnen ausgewählte Anwendungsfälle vor. Fünf Beispiele zeigen AURA im Zusammenspiel mit 3DSwym und weiteren 3DEXPERIENCE-Apps. Drei Videos zeigen LEO direkt im SOLIDWORKS-Konstruktionsprozess.

Inhaltsverzeichnis:

  • SOLIDWORKS Update mit AURA & LEO
  • AURA: Timeline zusammenfassen
  • AURA: Vorhandene Antworten finden
  • AURA: Ideenmanagement
  • AURA: 3D-Modelle verstehen
  • AURA: Notizen mit Bauteilen verknüpfen
  • LEO: STEP-Modelle parametrisieren
  • LEO: Baugruppen-Performance verbessern
  • LEO: Montageanweisungen erstellen
  • Nutzen für Engineering-Teams
  • Fazit
  • FAQ

Das Wichtigste in Kürze: Das SOLIDWORKS Update erweitert die KI-Unterstützung in zwei Richtungen. SOLIDWORKS AURA macht vorhandenes Wissen und den Produktkontext leichter zugänglich. LEO analysiert Modelle und unterstützt bei konkreten Engineering-Aufgaben – von der Konvertierung importierter Geometrie über die Baugruppenoptimierung bis zur Montageanleitung.

Hinweis zum Releasestand: Die im offiziellen SOLIDWORKS-Überblick aufgeführten KI-Funktionen waren zum 11. Juli 2026 als Beta gekennzeichnet. Verfügbarkeit und Funktionsumfang können sich mit späteren Updates verändern.

Was bringt das SOLIDWORKS Update mit AURA und LEO?

Virtual Companions sind KI-gestützte Experten innerhalb der 3DEXPERIENCE Plattform. Sie interagieren über natürliche Sprache, erfassen den jeweiligen Arbeitskontext und unterstützen bei konkreten Aufgaben.

SOLIDWORKS AURA ist der Business Expert. Der Virtual Companion macht vorhandenes Unternehmenswissen leichter zugänglich und unterstützt die Zusammenarbeit auf der Plattform.

LEO ist der Engineer. Er hilft bei technischen Herausforderungen und kann Aufgaben direkt im SOLIDWORKS-Arbeitsablauf analysieren, vorbereiten und nach Bestätigung ausführen.

Die Videos zeigen dabei zwei Seiten industrieller KI: AURA verbindet Menschen mit Wissen und Produktkontext. LEO bringt Engineering-Unterstützung unmittelbar in die Konstruktion.

Virtual Companion Gezeigter KI-Anwendungsfall Ergebnis
AURA Timeline zusammenfassen Nach einer Abwesenheit schneller wieder den Projektstand erfassen
AURA Vorhandene Antworten finden Dokumentiertes Wissen wiederverwenden und doppelte Fragen reduzieren
AURA + 3DSwym Ideen managen Vorschläge strukturieren und ähnliche Ideen früh erkennen
AURA + 3D-Viewer 3D gemeinsam verstehen Modelle betrachten, messen und im visuellen Kontext kommentieren
AURA + 3DSwym Notizen mit Produktobjekten verknüpfen Aufgaben eindeutig im 3D-Produktkontext platzieren
LEO + SOLIDWORKS BREP-Geometrie konvertieren Aus importierter Geometrie ein parametrisches Modell erzeugen
LEO + SOLIDWORKS Baugruppen analysieren Performance-Bremsen priorisieren und gezielt reduzieren
LEO + SOLIDWORKS Montageanweisungen erzeugen Bebilderte Schrittfolgen und PDF-Dokumentationen vorbereiten

SOLIDWORKS AURA fasst die Timeline zusammen

Wer aus dem Urlaub, von einer Geschäftsreise oder nach einer längeren Abwesenheit zurückkehrt, steht häufig vor derselben Herausforderung: Was ist im Projekt passiert und welche Informationen sind für die eigene Arbeit wirklich relevant?

Im Video bittet ein Mitarbeiter AURA, ihn nach zwei Wochen Abwesenheit auf den aktuellen Stand zu bringen. AURA fasst die Timeline einer ausgewählten 3DSwym-Community ab einem festgelegten Datum zusammen und strukturiert die Aktivitäten nach Zeiträumen und Themen.

Statt alle Beiträge, Kommentare und Ideen einzeln zu lesen, erhält der Anwender eine schnelle Orientierung. Verlinkungen führen direkt zu den ursprünglichen Inhalten. Die Länge der Zusammenfassung kann außerdem angepasst werden. Wichtige technische Details und Entscheidungen sollten weiterhin in den verlinkten Originalbeiträgen geprüft werden.

SOLIDWORKS AURA findet vorhandene Antworten

In vielen Projekt-Communities ist das benötigte Wissen längst dokumentiert. Wird es nicht rechtzeitig gefunden, entstehen doppelte Fragen und Fachpersonen beantworten dieselben Themen immer wieder.

AURA setzt bereits beim Formulieren einer neuen Frage an. Noch bevor sie veröffentlicht wird, erscheint eine vorgeschlagene Antwort. Zusätzlich zeigt der Virtual Companion ähnliche, bereits vorhandene Fragen aus der Community. Im gezeigten Beispiel ist die gefundene Antwort als validiert gekennzeichnet.

So wird vorhandenes Unternehmenswissen genau im Moment des Bedarfs sichtbar. Das kann Wartezeiten verkürzen und Communities übersichtlicher halten. Die Qualität der Empfehlung hängt jedoch von den zugrunde liegenden Informationen ab. Deshalb muss geprüft werden, ob eine Antwort aktuell, fachlich freigegeben und auf den konkreten Anwendungsfall übertragbar ist.

SOLIDWORKS AURA und 3DSwym strukturieren das Ideenmanagement

Ideen entstehen schnell. Schwieriger ist es, sie zu erfassen, zu bewerten und weiterzuentwickeln, ohne dass wertvolle Vorschläge verloren gehen oder ähnliche Ansätze parallel verfolgt werden.

Im Video führt ein 3DSwym Idea Funnel die Ideen durch definierte Phasen – von „New Idea“ über „Validated“ und „Concept“ bis zum „Project Plan“. Phasen, Tags und Sichtbarkeit lassen sich an den eigenen Innovationsprozess anpassen.

AURA fasst geöffnete Ideen zusammen und zeigt bereits beim Erstellen eines neuen Vorschlags ähnliche vorhandene Ideen an. Teams können dadurch früh erkennen, ob ein vergleichbarer Ansatz schon existiert. Die fachliche und wirtschaftliche Bewertung übernimmt AURA nicht. Sie bleibt Aufgabe der verantwortlichen Personen.

Der komplette „Idea Funnel“ ist eine Funktion von 3DSwym. Der Mehrwert entsteht aus seinem Zusammenspiel mit den KI-gestützten Zusammenfassungen und Ähnlichkeitshinweisen von AURA.

Mit SOLIDWORKS AURA 3D-Modelle gemeinsam verstehen

Ein statischer Screenshot zeigt nur einen Blickwinkel. Aussagen wie „der Abstand auf der linken Seite“ oder „die Position des Sitzes“ lassen deshalb häufig Interpretationsspielraum.

Im Video wird ein Fahrzeugmodell direkt aus einem 3DSwym-Beitrag im 3D-Viewer geöffnet. Beteiligte können das Modell drehen, verschieben, vergrößern, aus verschiedenen Perspektiven betrachten und Abstände messen, ohne selbst im CAD-System konstruieren zu müssen.

Kommentare werden mit dem Modell und dem gewählten Blickwinkel verbunden. Öffnet eine andere Person den Kommentar, kann sie nachvollziehen, welcher Bereich des Modells gemeint war. Auch Ansichten mit eingeblendeten Messungen lassen sich teilen.

Damit kann das 3D-Modell zur gemeinsamen visuellen Sprache zwischen Konstruktion, Fertigung, Einkauf, Service und Projektmanagement werden. AURA weist im Video den Weg zu diesem Arbeitsablauf. Das Betrachten, Messen und Kommentieren erfolgt über den 3D-Viewer und 3DSwym.

SOLIDWORKS AURA verbindet Notizen mit dem richtigen Produktobjekt

„Welche Komponente ist gemeint?“ Diese Rückfrage entsteht häufig, wenn technische Notizen losgelöst vom Modell in E-Mails, Chats oder Dokumenten weitergegeben werden.

Im Video fragt eine Person AURA, wie sich Notizen und Handlungsaufforderungen eindeutig mit den betroffenen Bauteilen verbinden lassen. AURA empfiehlt dafür 3DSwym. Anschließend entsteht ein geschütztes „3D Notebook“ für die gemeinsame Arbeit an einem Fahrzeugsitz.

Die betreffenden Produktobjekte werden direkt aus einer CATIA-Produktstruktur in die Notiz eingefügt. Eine Aufgabe verweist auf die TCU-Box, eine weitere auf die Geometrie des Kabelbaums. Teammitglieder können den Modelllink im Beitrag öffnen und die referenzierte Komponente im aktuellen Design untersuchen, vermessen und markieren.

Das gezeigte Beispiel verwendet CATIA und ist deshalb ein plattformweiter Kollaborationsanwendungsfall. Die Objektverknüpfung, das Teilen und die 3D-Anzeige sind Funktionen der angeschlossenen 3DEXPERIENCE-Apps. AURA unterstützt beim Zugang und bei der Zusammenfassung längerer Beiträge.

LEO wandelt importierte STEP-Geometrie in ein parametrisches SOLIDWORKS-Modell um

STEP- oder IGES-Dateien übertragen die Geometrie eines Bauteils, in der Regel aber nicht dessen ursprüngliche SOLIDWORKS-Konstruktionshistorie. Soll ein solches Bauteil grundlegend verändert werden, ist häufig ein zeitaufwendiger Neuaufbau notwendig.

Im Video öffnet die Person ein aus einer STEP-Datei importiertes Bauteil und bittet LEO, es in ein parametrisches Modell umzuwandeln. LEO analysiert die BREP-Geometrie und erzeugt daraus einen strukturierten Feature-Baum mit nativen Elementen wie Referenzebenen, Austragungen, Bohrungen und Verrundungen.

Vor der Übernahme fordert LEO zur Prüfung auf. Falls das Ergebnis nicht überzeugt, kann der vorherige Zustand wiederhergestellt werden. Für Fremddaten, Lieferantenteile, ältere Modelle oder Reverse-Engineering-Aufgaben entsteht damit ein editierbarer Ausgangspunkt für die weitere Konstruktion.

LEO rekonstruiert Features aus der vorhandenen Form. Ob sie der ursprünglichen Konstruktionsabsicht entsprechen und sich für die geplanten Änderungen eignen, muss weiterhin fachlich geprüft werden.

LEO analysiert Performance-Bremsen in großen SOLIDWORKS-Baugruppen

Wenn eine umfangreiche Baugruppe nur noch träge reagiert, kann die Suche nach den Ursachen viel Zeit kosten. Im Video bittet die Person LEO, das gesamte Modell zu analysieren und die Maßnahmen mit der größten Wirkung zuerst zu empfehlen.

LEO untersucht unter anderem die Baugruppenstruktur, die Komponentenkomplexität, das Neuaufbauverhalten, die Grafiklast und ausgeblendete Komponenten. Im Beispiel entsteht daraus eine priorisierte Liste konkreter Performance-Bremsen.

Anschließend unterstützt LEO auch bei ausgewählten Optimierungen. Der Virtual Companion identifiziert native Gewinde, vereinfacht unterstützte Instanzen und empfiehlt geeignete Unterbaugruppen für SpeedPak-Konfigurationen. Vor strukturellen Änderungen stellt LEO Rückfragen und holt die erforderlichen Entscheidungen ein.

Laut Begleittext verkürzt sich die Öffnungszeit der Beispielbaugruppe von 52 auf 8 Sekunden – eine Reduzierung um rund 85 Prozent. Dieser Wert gilt ausschließlich für das gezeigte Beispiel und lässt sich nicht pauschal auf andere Baugruppen, Datenstrukturen oder Hardwarekonfigurationen übertragen.

LEO erstellt bebilderte Montageanweisungen direkt aus der SOLIDWORKS-Baugruppe

Nach der Konstruktion beginnt häufig die aufwendige Dokumentationsarbeit: Montageschritte müssen formuliert, geeignete Ansichten erzeugt und Bauteile eindeutig hervorgehoben werden.

Im Video bittet die Person LEO, Montageanweisungen für die geöffnete SOLIDWORKS-Baugruppe zu erstellen. LEO erkennt die Baugruppenstruktur, fragt nach der Startkomponente und erzeugt eine Abfolge aus 14 Montageschritten.

Zu jedem Schritt entsteht eine visuelle Momentaufnahme. Die jeweils relevante Komponente wird farbig hervorgehoben, während die übrige Baugruppe teilweise transparent oder als Drahtmodell dargestellt wird. Hinzu kommt eine bebilderte Teileliste. Texte können im Assembly Instructions Editor geprüft und bearbeitet werden. Anschließend lässt sich die Anleitung als PDF ausgeben.

So entsteht aus dem 3D-Modell ein strukturierter Entwurf für Fertigung, Service oder Training. Eine automatisch erzeugte Anleitung ist jedoch noch keine freigegebene Arbeitsanweisung. Montagereihenfolge, technische Richtigkeit, Werkzeuge, Anzugsdrehmomente, Prüfmerkmale und Sicherheitshinweise müssen fachlich geprüft und gegebenenfalls ergänzt werden.

Was bedeutet das SOLIDWORKS Update für Engineering-Teams?

Die acht Beispiele zeigen zwei miteinander verbundene Entwicklungen:

AURA macht Wissen und Produktkontext leichter zugänglich. Der Virtual Companion fasst Projektaktivitäten zusammen, findet vorhandene Antworten und unterstützt die Zusammenarbeit rund um Ideen, Diskussionen und 3D-Modelle.

LEO bringt Engineering-Unterstützung direkt in SOLIDWORKS. Er analysiert Modelle, erzeugt editierbare CAD-Strukturen, priorisiert Optimierungen und bereitet technische Dokumentationen vor.

Die KI ersetzt dabei weder konstruktive Erfahrung noch technische Verantwortung. In den Videos fordert LEO Prüfungen und Bestätigungen an, stellt Rückfragen und weist auf nicht unterstützte Fälle hin. AURA verdichtet Informationen, trifft aber keine fachlichen oder wirtschaftlichen Entscheidungen.

Das Potenzial liegt deshalb vor allem in einer neuen Arbeitsteilung: weniger Zeit für Suchen, Sortieren und wiederkehrende Vorarbeiten – mehr Zeit für konstruktive Entscheidungen, Qualität und Innovation.

Fazit zum SOLIDWORKS Update: AURA und LEO begleiten den Engineering-Alltag

Mit dem SOLIDWORKS Update R2026x FD03 werden die Virtual Companions zu sichtbaren Bestandteilen der Arbeit auf der 3DEXPERIENCE Plattform und in SOLIDWORKS. AURA verbindet Menschen mit vorhandenem Wissen und dem richtigen Produktkontext. LEO unterstützt bei konkreten Engineering-Aufgaben – von der Konvertierung importierter Geometrie über die Baugruppenoptimierung bis zur Montageanleitung.

Entscheidend ist nicht die spektakulärste KI-Antwort, sondern die Einbindung in reale Daten, Modelle, Prozesse und Verantwortlichkeiten. Genau darin unterscheiden sich industrielle KI-Anwendungen von allgemeinen KI-Assistenten.

Sie haben die Virtual Companions bereits eingerichtet? Dann lohnt sich jetzt die Frage: Welcher dieser Arbeitsabläufe kostet Ihr Engineering-Team heute besonders viel Zeit – und bei welchem könnte AURA oder LEO den größten Unterschied machen?

Weitere Funktionen finden Sie hier: KI in SOLIDWORKS im Überblick

Sie möchten AURA und LEO in Ihrer 3DEXPERIENCE- und SOLIDWORKS-Umgebung einsetzen? Sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie von der Einrichtung bis zum passenden Anwendungsszenario.

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Häufige Fragen zum SOLIDWORKS Update

Was bedeutet R2026x FD03 bei SOLIDWORKS?

R2026x bezeichnet den Release-Zyklus 2026 der 3DEXPERIENCE Plattform und der angebundenen SOLIDWORKS Rollen. FD steht für „Functional Delivery“. FD03 ist ein Funktionsstand innerhalb dieses Zyklus und wurde im Juli 2026 bereitgestellt. Er bündelt neue Funktionen sowie Qualitäts- und Performanceverbesserungen.

Wie oft gibt es ein SOLIDWORKS Update?

SOLIDWORKS Design stellt neue Funktionen und Verbesserungen fünfmal pro Kalenderjahr über FD- beziehungsweise SP-Releases bereit – ungefähr alle zehn Wochen. Im 3DEXPERIENCE Release-Zyklus folgen auf die erste allgemein verfügbare Version, die General Availability (GA), die Funktionsstände FD01 bis FD04.

Was ist der Unterschied zwischen einem SOLIDWORKS Update und einem Upgrade?

Bei einer klassischen SOLIDWORKS Desktop-Installation aktualisiert ein Service Pack eine bestehende Hauptversion. Ein Upgrade bezeichnet dagegen den Wechsel auf eine neue Hauptversion, beispielsweise von SOLIDWORKS 2025 auf SOLIDWORKS 2026, und erfordert eine vollständige Installation. Mit „SOLIDWORKS Update“ ist in diesem Beitrag der Funktionsstand R2026x FD03 gemeint.

Welche Voraussetzungen gelten für AURA und LEO direkt in SOLIDWORKS?

Nach der aktuellen SOLIDWORKS Dokumentation werden eine unterstützte Version von SOLIDWORKS Design und eine Verbindung zur 3DEXPERIENCE Plattform benötigt. Für SOLIDWORKS Design with Cloud Services muss außerdem die Rolle Collaborative Designer for SOLIDWORKS zugewiesen und die Anwendung Design with SOLIDWORKS installiert sein. Für die Nutzung der Virtual Companions in SOLIDWORKS Design wird derzeit mindestens Version 2026 SP3.2 genannt. Berechtigungen und Verfügbarkeit sollten vor dem Einsatz für die jeweilige Lizenz und Plattformumgebung geprüft werden.

Müssen SOLIDWORKS Dateien für AURA und LEO auf der 3DEXPERIENCE Plattform gespeichert sein?

Für die Nutzung von AURA und LEO innerhalb von SOLIDWORKS müssen die geöffneten Dateien laut aktueller Dokumentation nicht grundsätzlich auf der 3DEXPERIENCE Plattform gespeichert sein. Eine Verbindung zur Plattform ist jedoch erforderlich. Plattformweite AURA-Anwendungsfälle – etwa das Zusammenfassen einer 3DSwym-Timeline oder das Verknüpfen von Notizen mit Produktobjekten – setzen voraus, dass die betreffenden Inhalte im jeweiligen 3DEXPERIENCE Kontext verfügbar sind.

Sind die neuen KI-Funktionen noch in der Beta-Phase und welche Einschränkungen gibt es?

Zum Releasestand vom 11. Juli 2026 waren alle im offiziellen FD03-Überblick aufgeführten KI-Funktionen als Beta gekennzeichnet. SOLIDWORKS beschreibt die Funktionen im Bereich SOLIDWORKS Labs als noch in der Evaluierung. Eine allgemeingültige Liste konkreter Einschränkungen nennt die Veröffentlichung nicht. In dieser Phase können sich jedoch Bedienung, Funktionsumfang, unterstützte Anwendungsfälle und Verfügbarkeit mit späteren Releases verändern. Auch Fehler oder nicht unterstützte Modellkonstellationen sind möglich. Vor einem prozess- oder qualitätskritischen Einsatz sollten die Funktionen deshalb mit repräsentativen Unternehmensdaten getestet und der aktuelle Release- und Hotfix-Stand geprüft werden.

Wie valide und verlässlich sind die Ergebnisse von AURA und LEO?

Eine pauschale Validitäts- oder Trefferquote lässt sich nicht angeben. Die offiziellen Quellen veröffentlichen keine übergreifende Genauigkeitskennzahl für die unterschiedlichen Skills. Auch der Beta-Status allein sagt nicht aus, ob ein einzelnes Ergebnis richtig oder falsch ist. Bei AURA hängt die Qualität unter anderem von Aktualität, Vollständigkeit und fachlicher Qualität der zugrunde liegenden Informationen ab. Zusammenfassungen können wichtige Details verkürzen oder auslassen. Bei LEO beeinflussen Modellqualität, Geometrie, Baugruppenstruktur und der unterstützte Funktionsumfang das Ergebnis.

Die Ausgaben sollten daher als qualifizierte Vorschläge und Arbeitsentwürfe verstanden werden: AURA-Antworten sind mit den verlinkten Originalquellen abzugleichen. Änderungen durch LEO müssen im Modell geprüft, neu aufgebaut und hinsichtlich Referenzen, Konstruktionsabsicht, Herstellbarkeit und technischer Vorgaben validiert werden. Freigaben und sicherheitsrelevante Entscheidungen bleiben bei den verantwortlichen Fachpersonen.

Was ist mit dem Virtual Companion MARIE?

MARIE ist der dritte Virtual Companion und auf tiefes wissenschaftliches Wissen ausgerichtet. Ihr Schwerpunkt liegt unter anderem auf Materialwissenschaft, Chemie, Mikrobiologie, Hypothesenentwicklung und Laboranalysen. Während AURA Unternehmenswissen erschließt und LEO Engineering-Aufgaben unterstützt, richtet sich MARIE vor allem an wissenschaftlich und forschend arbeitende Personen.

MARIE ist auf der 3DEXPERIENCE Plattform verfügbar, wird in diesem Beitrag aber nicht vertieft: Die acht vorliegenden Videos behandeln Arbeitsabläufe mit AURA sowie konkrete SOLIDWORKS-Anwendungsfälle mit LEO. In der aktuellen SOLIDWORKS Design Beschreibung werden außerdem AURA und LEO ausdrücklich dem SOLIDWORKS Angebot zugeordnet. Der Zugriff auf MARIE und ihre Kompetenzen hängt von den jeweils lizenzierten 3DEXPERIENCE Rollen und der Plattformumgebung ab.

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