SOLIDWORKS CAD-Dokumentation: 20% mehr Zeit durch Engineering-Automatisierung
Ingenieure sind Problemlöser. Doch im Alltag fressen manuelle Dokumentation und das Verwalten verstreuter PDF-Dateien oft bis zu 20 % der wertvollen Engineering-Zeit. Als wäre das nicht genug, wirft die neue Maschinenverordnung (MVO) ihre Schatten voraus. Doch was hat die Konstruktion eigentlich mit der MVO zu tun? Warum ist dieses vermeintliche „Büro-Thema“ ein massiver Hebel für die Freiheit in der Entwicklung? Wir haben mit Arne Spieß darüber gesprochen, warum die MVO am 20. Januar 2027 zum digitalen Wendepunkt wird.
Inhalt des Beitrags:
- Innovation stoppen oder Dokumentation automatisieren?
- Die neue Freiheit: Digitalisierung ist ein „KANN“
- Die Haftungsfalle: Warum Aktualität ein „MUSS“ ist
- Das Risiko: Was passiert, wenn man Updates übersieht?
- Die Lösung: Visiativ Spare Parts als digitales Schutzschild
- Interne Allianz: Wer sollte das Thema vorantreiben?
Der Status Quo: Wenn Innovationskraft in Routineaufgaben versinkt
I: Arne, Ingenieure wollen entwickeln und Neues erschaffen. Warum landen trotzdem so viele „lästige Dokumentationspflichten“ auf ihrem Schreibtisch?
Arne Spieß: Weil das Wissen über die Maschine im CAD-Modell liegt. Ein Konstruktionsleiter sagte mir neulich: „Meine Leute sind hochbezahlte Spezialisten für neue Antriebskonzepte, aber sie sitzen einen Tag pro Woche daran, händisch Stücklisten zu korrigieren und Zeichnungen für den Service aufzubereiten.“ Das ist ein Innovationskiller. Wir wollen, dass Konstrukteure wieder Konstrukteure sein dürfen. Bei Visiativ automatisieren wir diese Prozesse, damit der Kopf frei bleibt für das nächste große Produkt.
Die neue Freiheit: Digitalisierung ist ein „KANN“
I: Ab dem 20. Januar 2027 gilt die neue Maschinenverordnung (MVO) rechtsverbindlich. Viele Unternehmen sind verunsichert. Was ändert sich wirklich?
Arne Spieß: Die gute Nachricht zuerst: Die neue MVO erlaubt es Ihnen offiziell, die Dokumentation rein digital bereitzustellen. Das spart enorme Druck- und Logistikkosten. Wichtig ist jedoch: Es ist ein „KANN“, kein Muss. Niemand wird gezwungen, das Papier komplett abzuschaffen. Aber – und hier kommt der entscheidende Punkt für die Konstruktion – dieses „Kann“ wird durch eine andere Vorschrift faktisch zur Notwendigkeit.
Die Haftungsfalle: Warum Aktualität ein „MUSS“ ist
I: Was ist diese „faktische Notwendigkeit“? Warum betrifft das die Konstrukteure im Engineering so direkt?
Arne Spieß: Die MVO schreibt vor, dass die Dokumentation über die gesamte Lebensdauer der Maschine aktuell sein muss. Da Konstrukteure die Maschine im CAD permanent weiterentwickeln oder anpassen, sind sie der Ursprung jeder Änderung. Jede technische Anpassung muss beim Kunden ankommen.
Wer bei Papier bleibt, müsste bei jeder kleinsten Änderung an einer Baugruppe neue Handbücher per Post an jeden einzelnen Kunden schicken, der diese Maschine im Einsatz hat. Das ist operativer Wahnsinn. Um diese Pflicht zur lebenslangen Aktualität zu erfüllen, wird die Digitalisierung also zu einem „SOLLTE“, wenn man nicht im Logistik-Chaos versinken will.
Das Risiko: Was passiert, wenn man es übersieht?
I: Was sind die rechtlichen Folgen, wenn eine Aktualisierung nicht beim Kunden ankommt?
Arne Spieß: Das ist der kritische Punkt beim Haftungs-Check: Wird eine Änderung – zum Beispiel ein neuer Sicherheitshinweis zu einer Baugruppe – übersehen und nicht nachgeliefert, gilt die Maschine rechtlich als mangelhaft. Im Schadensfall haften Sie voll, da das Produkt nicht dem aktuellen Sicherheitsstand der Dokumentation entspricht. Ohne ein zentrales digitales System ist dieses „Übersehen“ bei hunderten Maschinen im Feld vorprogrammiert.
Die Lösung: Visiativ Spare Parts (SaaS) als Schutzschild
I: Wie hilft Visiativ Spare Parts dabei, diese Lücke zwischen CAD-Änderung und Kundendokumentation zu schließen?
Arne Spieß: Wir schaffen eine Single Source of Truth. Alle Dokumente, wie Anleitungen oder Pläne, liegen als PDF in einer geschützten SaaS-Umgebung. Diese PDFs verknüpfen wir direkt mit den Baugruppen. Wenn Sie ein Dokument zu einem Standard-Teil ändern, sind mit einem Klick alle Maschinenakten weltweit sofort aktuell. Sie können nichts mehr vergessen.
Gleichzeitig automatisieren wir die Datenübergabe: Ersatzteilkataloge, Stücklisten und Explosionszeichnungen werden direkt aus SOLIDWORKS generiert. Hier entfällt das manuelle Erstellen komplett. Die Konstruktion liefert die nötigen Daten quasi „nebenbei“ aus dem gewohnten Workflow heraus.
Interne Allianz: Wer sollte das Thema vorantreiben?
I: Wenn ein Konstrukteur das liest: Warum sollte er damit zum Service-Leiter oder zur Geschäftsführung gehen?
Arne Spieß: Weil er sich damit selbst schützt. Der Konstrukteur löst durch seine Arbeit im CAD die Dokumentationspflicht aus. Ohne ein automatisiertes System bleibt er der „Zulieferer“ für den Service und verbringt seine Zeit mit Routineaufgaben statt mit Innovationen. Mein Rat: Nutzen Sie Visiativ Spare Parts als Ihr Schutzschild. Einmal aktualisieren, überall sicher. So bleibt der Kopf frei für die Entwicklung der nächsten Maschinengeneration.
Bereit für den Reality-Check?
Erfahren Sie in einer unverbindlichen Live-Demo mit Arne Spieß, wie Sie die MVO-Haftungsfalle umgehen und Ihre Konstruktion entlasten. Wir zeigen Ihnen anhand einer eigenen Referenzmaschine, wie viel Zeit Sie künftig für echte Innovationen gewinnen.






